Andreas Fux Fotografie

Andreas Fux fotografiert lieber in der Nacht. Seine neuesten Bilder scheinen diese Nacht noch deutlicher zu zelebrieren und in ihr die scheinbar flüchtige Begegnung von Körpern und Licht. Aus schwarzem Hintergrund treten diese Körper hervor, als sei die Dunkelheit ihr Zuhause, als sei es lediglich ein kleiner Schritt nach vorn in den Strahl des Spots, ein kurzes Posen in High Heels auf einem nächtlichen Laufsteg ohne Publikum, oder das somnambule Schweben eines Nachtwandlers auf dem First eines Daches, den man sich sofort unter den nicht mehr sichtbaren Füßen vorzustellen bereit ist. Vielleicht ist der Typ, der immerhin den Schriftzug ‚God was here‘ über dem Schwanz trägt, aber auch ein moderner Jesus, der „im letzten Viertel der Nacht“, wie es in der Bibel (Matthäus 14, 25) heißt, zu seinen Freunden übers Wasser kommt, um ihnen zu sagen: „Fürchtet euch nicht!“

Die schwarzen Bilder modellieren, weit mehr als die weißen, die Körper, sie heben Adern, Rippen, Muskulatur hervor, sie machen die Fotografien zu Visionen und lassen das, was sie sichtbar machen, besonders plastisch und zugleich besonders vergänglich erscheinen. Ein Schritt der Nachtgestalten zurück ins Dunkel, und das Bild wird wieder leer sein.

AF_D_0565-5 AF_JD-021 AF_JD-099 AF_JD-100 AF_JD-107 AF_JD-107* AF_JH-101 AF_JH-107*2 AF_KN-212 AF_PB-103 AF_PdF.110 Impressum